Biografie

Andreas Tsortanidis

Geboren 1947 in Thessaloniki

Andreas Tsortanidis erhielt seine ersten Zeichen- und Malstunden bei Andreas Zambetoglou in Thessaloniki. Frühe Reisen durch Europa und Afrika erweiterten seinen Blick, bevor er sich in Deutschland niederließ. In Köln studierte er an der FHS für Kunst und Design Grafikdesign und Malerei. Seit seinem Abschluss im Jahr 1980 arbeitete er als freiberuflicher Grafikdesigner und Maler und war in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland vertreten, unter anderem 1986 bei Köln Kunst.
Mit seiner Rückkehr nach Thessaloniki im Herbst 1997 verschob sich der Schwerpunkt seiner Arbeit grundlegend. Tsortanidis begann, künstlerische Prozesse nicht mehr allein aus der Form heraus zu entwickeln, sondern aus der direkten Auseinandersetzung mit natürlichen Systemen. Ein zentrales Feld dieser Untersuchung wurde die Welt der Bienen – nicht nur als Motiv, sondern als Struktur, als kollektiver Organismus und Produzent von Material.
Indem er Bienenstöcke anlegte und die Praxis des Imkers übernahm, wurde Beobachtung zu Teilhabe. Wachs, Honig, Propolis und Fett traten als Trägermaterialien in seine Arbeit ein und ersetzten konventionelle malerische Substanzen. Diese organischen Stoffe sind weder stabil noch neutral: Sie reagieren auf Zeit, Temperatur und Berührung und machen Veränderung zum integralen Bestandteil des Werkes. Die Arbeiten dieser Phase wurden in zahlreichen Ausstellungen in Griechenland und Deutschland präsentiert.